| Korkboden / Korkfertigparkett / Linoleum
Von der Produktion bis in Ihren Raum
Korkfussböden sind ein reines Naturprodukt. Der Kork stammt von der Korkeiche, die in den sonnigen Wäldern Potugals und Spaniens wächst. Die Korkrinde ist ein nachwachsender Rohstoff. Die Korkrinde wird alle 9 Jahre vom Baum abgeschält, wobei die Korkeiche selbst aber keinen Schaden erleidet.
Die hervorragenden Eigenschaften wie Robustheit, Elastizität und Schallisolierung zeichnen dieses Naturprodukt aus. Korkböden sorgen für ein behagliches, warmes, angenehmes Wohngefühl.
Kork wird aber nicht nur für die Produktion von klassischen und optischen Korkböden hergenommen. Zu den Korkböden zählt auch der Linoleum.
Vorbei ist die Zeit, als der Linoleum nur im Objektbereich wie Krankenhäusern, Altenheimen und Produktionsräumen zum Einsatz kam. Zwischenzeitlich hat der Linoleum durch die Vielzahl seiner Farben, Beanspruchungsqualität, der nützlichen Eigenschaften der Schallisolierung und Wärrneisolierung den Einzug in private Wohnräume gefunden. Linoleum erfreut sich vor allem bei Allergikern immer größerer Beliebtheit durch die pflegeleichte Handhabung und seiner anti-allergenen Eigenschaften.
Bestandteile des Linoleums sind:
- Kork
- Holzmehl
- Kreide
- Leinöl
- Jutefasern
Teppichböden aus Naturwerkstoffen
Naturliebhaber und Allergiker müssen dennoch in ihrem Heim nicht auf einen Teppichboden verzichten. Es gibt Teppichböden, die rein biologisch aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Eine Alternative hierfür wäre eine Auswahl aus Sisal Bambus oder Kokos Teppichbodenbelag
Sisal
Sisal ist ein Teppichboden auf reiner Naturbasis. Der Sisal-Teppich wird aus den Fasern der Sisal-Agave hergestellt.
Bambus
Unser Tipp:
Naturfarbene und gebleichte Bambusfasern dunkeln nach, gefärbte Fasern bleichen im Laufe der Zeit etwas aus. Daher sollte direkte Sonneneinstrahlung bei gefärbtem Material möglichst eingeschränkt oder vermieden werden.
Holzfußböden
Parkett, Landhausdiele, Fertigparkett
Holz ist ein hygroskopischer Baustoff.
Es gibt eine Vielzahl von Holzfußböden und deren Verlegearten. Wahlweise gibt es eine schwimmende oder eine vollflächige Verklebung.
Die positiven Eigenschaften bei einem Massivparkett sind die hervorragende Schallabsorbierung und Pflegeleichtigkeit. Massivholzböden sind ein guter Wärmespeicher und vermitteln ein behagliches Wohngefühl.
Beim Massivparkett kommt eine vollflächige Verklebung zum Einsatz. Massivparkett wird in unterschiedlichen Stärken hergestellt. 8 bis 22 mm sind die gängigsten Nutzschichtstärken. Der Estrich sollte vor der Verklebung ordentlich gereinigt grundiert und in einer Rakeltechnik gespachtelt werden, um Unebenheiten im Estrich auszugleichen. Die Untergrundarbeiten sollten systembezogen nach Herstellervorschrift beachtet werden, um später auftretende Schäden zu vermeiden.

Bei der Verlegung von Massivparkett kennt die Fantasie kaum Grenzen.
Gängige Verlegearten sind:
Schiffsboden-Verband: wilder Verband , parallel mit versetzten Stößen
Englischer Verband: Die Stäbe werden um die Hälfte versetzt parallel verlegt.
Fischgrät: Klassisches Verlegemuster mit Lichtspieloptik
Französisches Fischgrät: Die Parkettstäbe sind beidseitig um 45° abgeschrägt mit durchgehender Kopffuge
Altdeutscher-Verband: ähnlich dem englischen verband. Auch Flechtverband genannt.
Die Oberfläche bei Naturholzböden sind wahlweise gewachst geölt oder mit Wasserlack versiegelt.
Fertigparkett
Fertigparkett wird in unterschiedlichen Größen und Optiken ausgeliefert. Eine gängigeOoptik ist die Dreistab- Schiffsbodenoberfläche. Die Nutzschichtstärke ist in der Regel 4 mm stark. Die Nutzschicht ist auf einem Trägermaterial aufgeleimt. Fertige Stärken sind meistens 12 bis 17 mm.
Fertigparkett kann vollflächig verklebt werden. Hierbei verschafft man sich wiederum die hervorragenden Eigenschaften wie beim Massivparkett. Eine andere Variante wäre die schwimmende Verlegung. Der Vorteil ist eine schnellere Fertigstellung. Nachteilig ist aber der lautere Auftritt.
Eine günstigere alternative zum Fertigparkett ist der Laminat.
Laminat
Durch seine geringe Einbautiefe hat der Laminat gegenüber dem Fertigparkett einen Vorteil. Materialstärken sind 6 bis 8 mm. Laminat kann schwimmend oder vollflächig verklebt verlegt werden.
Abzuwägen ist, wann man sich für einen Laminat oder Parkett bzw. Fertigparkett entscheidet. Laminat wird überwiegend aus Kostengründen z. B. in Mietwohnungen oder weniger genutzten Räumen verlegt.
|